|
Das Treffen in Münster war spitze!!!
So viele strahlende Gesichter hat man bei einer Veranstaltung der Forschungsgemeinschaft Großbritannien wohl noch nie gesehen. Die einen freuten sich
vor allem über die attraktiven Zuwächse für ihre Sammlungen, die anderen genossen mehr den ausgezeichneten Vortrag von Mike Jackson über die Malteserkreuz-Stempel, so mancher war glücklich, endlich eine Erklärung
für einen schwierig zu interpretierenden Brief zu bekommen, und alle genossen es, sich mit Gleichgesinnten zwei Tage lang austauschen zu können, und das im wahrsten Sinn des Wortes.
Um es kurz zu machen – das Treffen in Münster war ein voller Erfolg. Von allen Seiten gab es Lob in den höchsten Tönen. Eine Wiederholung im kommenden Jahr wurde vielfach angeregt.
Am Freitagnachmittag trudelten die ersten Teilnehmer bereits gegen 14.00 Uhr ein. Das ließ genügend Zeit, die Organisation im Haus nochmals mit der Hotelleitung durchzusprechen. Zwar konnten wir den
großen Saal wegen einer Hochzeitsfeier an diesem Abend noch nicht nutzen, der kleine Seminarraum war jedoch völlig ausreichend dimensioniert, um ein erstes Kennenlernen zu gewährleisten. Ein wenig Verzögerung gab es
dann beim Abendessen, da die Küche offenbar mit den vielen Gästen etwas überfordert war. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, zumal die alkoholischen Getränke vor dem Essen, wegen der längeren Wartezeit, nun
in größerer Zahl eingenommen werden konnten.
Am Samstagmorgen begann dann sofort nach dem Frühstück die Besichtigung der Auktionslose. Um 10.00 Uhr trafen sich die FgGB-Mitglieder zur Jahreshauptversammlung, während die restlichen Sammler die
Auktion für die Commonwealth-Lose bevölkerten. Ab 11.00 Uhr waren dann auch die FgGB-Mitglieder pünktlich zum Start der Großbritannien-Lose im Auktionssaal. Nebenan ging es parallel im abgetrennten kleinen Saal an
den Händlertischen rund. Dies war überhaupt eine der wesentlichen positiven Erkenntnisse der Veranstaltung. Vor allem das Händlerangebot wurde dankend angenommen, insbesondere aus dem klassischen Bereich. Sowohl
Frau Saeftel als auch Bill Barell und Roy Hamilton-Bowen machten ausgezeichnete Umsätze. Etwas schwächer wurde modernes Material nachgefragt, was vor allem Olaf Martin betraf. Man sah aber den ganzen Tag über
leuchtende Gesichter und allenthalben wurden die Neuerwerbungen stolz präsentiert. So manches Mal hörte man dann den Kommentar: “Warum habe ich das nicht gesehen? Zu dem Preis hätte ich das auch
gekauft.” Ich glaube, kaum ein Teilnehmer hat Münster verlassen, ohne einige schöne neue Stücke für die Sammlung erworben zu haben.
Am Samstagnachmittag stand dann die Hauptattraktion aus Sicht der FgGB an. Die Verleihung des Heinz-Reck-Literaturpreises an Mike Jackson und Prof. David Rockoff dürfte unvergesslich bleiben. Mike
Jackson, der persönlich nach Münster gereist war, gab uns im Anschluss an die Preisverleihung ein Display, das größten Respekt verdient und alle Zuhörer begeisterte. Nach seiner Präsentation konnten dann die
Anwesenden noch mit dem originalgetreuen Nachbau des Malteserkreuzstempels Erinnerungsstücke herstellen, die Mike großzügig signierte. Eine ausführliche Darstellung zu diesem Display finden Sie an anderer Stelle im
Rundbrief.
Am späten Nachmittag und Abend standen dann erneut Tausch und Plausch im Vordergrund, wie gesagt, mit vielen strahlenden Gesichtern. Gegen zwei Uhr früh musste dann das Personal in der gemütlichen
Hotelgaststätte die letzten Unverzagten regelrecht hinauskehren, sonst hätten die wahrscheinlich durchgemacht.
Der Sonntagvormittag begann nach dem Frühstück mit letzten Käufen und Tauschaktivitäten. Die Freunde von der GB&CWPS hielten noch ihre Jahreshauptversammlung ab und gegen Mittag löste sich dann
die Veranstaltung so langsam auf.
Insgesamt waren fast 60 Sammler nach Münster gekommen. Darunter sechs aus Großbritannien, fünf aus den Niederlanden, zwei aus Österreich und mehrere aus der Schweiz. Es war also eine bunt gemischte
Gesellschaft, was jedoch ohne jegliche Sprachprobleme gemeistert wurde. Für das kommende Jahr haben wir auf vielfachen Wunsch hin bereits eine Nachfolgeveranstaltung angedacht, die vermutlich am Wochenende vom 10.
bis 12. September im Raum Berlin stattfinden wird. Wir hoffen dort auf einen ähnlich positiven Verlauf. Für 2011 könnten wir uns gut vorstellen, erneut im Hotel Münnich in Münster zu tagen, weil die Räume eigentlich
ideal für unsere Zwecke geeignet waren, das Preis-/Leistungsverhältnis im Hotel stimmte und Münster zentral gelegen und gut erreichbar ist.
|